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September 15 Koh TaoNach einem kurzem aber heftigen Zuckaus in Chumpon (mir wurde im Bus Geld gestohlen) bin ich vor 2 Tagen auf Koh Tao angekommen. Auf der Faehre hierher hab ich sehr coole Leute kennengelernt...eine Schweizerin die einfach super ist, ihr Leben und ihre Gedanken weisen so viele Paralellen zu meinem Leben auf, es ist fast schon unheimlich. Ich find's immer wieder super, wie viele tolle Menschen es auf der Welt gibt. Ausserdem hab ich 2 Deutsche Typen kennengelernt mit denen ich mir direkt am Strand einen Bungalow teile - es ist superchillig, wir holen uns jeden Abend die Kokosnuesse von den Baeumen, fuellen sie mit Bacardi und Orangensaft und flaggen uns an den Strand. Gestern ist Lorenz auf die Insel gekommen - ich kann euch gar nicht sagen wie sehr ich mich gefreut habe. Haben heute gleich zusammen was unternommen und sind mit dem Longtailboat auf 3 kleine Inseln gefahren, es war wunderschoen und einfach ein perfekter Tag. Heute Abend werden wir Open Air Kino gehen in so einer kleinen Bar direkt am Strand - die perfekte Location also ;)
Morgen ist mein letzter Tag - ich kanns noch kaum glauben. Aber ich freue mich schon irrsinnig auf zuhause. Ich weiss nicht warum, normalerweise will ich meine Reisen immer verlaengern...aber diesmal hat so vieles nicht gepasst, dass ich froh bin wenn ich heil nach Hause komme und euch alle wieder sehen darf. Ich hab euch vermisst. Jeden Tag.
Bis bald, eure Jiggs September 10 Be a filter, not a spongeWenn ich reise nehme ich immer die Form eines Schwamms an, der alles um sich herum aufsaugt so gut es geht. Dann wird's jedoch schwierig, das Erlebte und Gesehene zu refklektieren und einzuordnen. In diesem Stadium bin ich naemlich gerade. Mein Kopf ist voll und ich weiss nicht einmal wo ich anfangen soll zu denken. Die letzten Tage haette ich eigentlich genug Zeit dafuer gehabt - viel lesen, Musik hoeren, spazieren, nachdenken, spazieren, nachdenken, etc. aber irgendwann geht nix mehr rein oder raus im Kopf. Klingt bloed, is aber so. Wie auch immer, ich hab eines von meinen Lieblingsbuechern wieder einmal ausgelesen, The Perks Of Being A Wallflower um genau zu sein, und darin kommt folgendes Zitat vor:
TRY TO BE A FILTER, NOT A SPONGE.
Das versuch ich also. Sonst verlier ich mich.
Wo wir gerade beim Thema Musik/Film/Buecher sind, hier mein Travel Soundtrack bis jetzt, exklusiv von meinem I-Pod ;)
1. Band of Horses - The Great Saltlake
2. Coldplay - Strawberry Swing
3. MGMT - Kids
4. Santogold - Les Artistes
5. Cat Stevens - The Wind
6. Noir Desir - Le vent nous portera
7. Modest Mouse - Ocean Breathes Salty
8. Bob Marley - Redemption Song
9. Bright Eyes - First Day of my Life
10. Radiohead - House of Cards
11. Paul Simon - The Obvious Child
12. The Album Leaf - In a safe Place
13. Jose Gonzales - Heartbeats
14. Trentemoeller - Moan
15. Tomte - Was den Himmel erhellt
Must read:
First they killed my father (Ung Loung): Die Familie der Autorin wurde vom Khmer Rouge Regime systematisch verfolgt und zerstoert. Sie ueberlebte als 5-Jaehrige und erzaehlt in diesem Buch ihre Erfahrungen. Einfach nur traurig.
Must watch:
The day I became a Woman (Marziyeh Meshkini): Die Geschichen 3 unterschiedlicher Frauen im Iran. Absolut sehenswert!
Damit waere der kulturelle Teil dieses Blogs abgeschlossen ;) Die letzten Tage war ich auf Koh Chang, die Insel hat mich gerne gehabt, bis auf einen kleinen Ausrutscher mit dem Moped in einer heiklen Kurve und bei Regen (Gott sei Dank nix passiert)! Ein Tatoo hab ich mir auch zugelegt, am rechten Fussknoechel, Chingoo in koreanischen Zeichen (Mama - ich weiss, spaetestens jetzt hast du einen Nervenzusammenbruch). Ausserdem kenn ich mittlerweile alle Toiletten der Insel weil mich der obligatorische Durchfall heimgesucht hat und eine Glatze hab ich mir auch rasieren lassen nachdem das mit meinem Haarausfall nicht besser geworden ist.
So, und jetzt koennts ihr daheim raetseln was davon stimmt. HAHA.
Heute Abends fahr ich Richtung Sueden - Koh Phi Phi ruft! BUSSIS
September 05 SihanoukvilleFuer alle Besorgten daheim:
Aber nun zum Wesentlichen ;) SIHANOUKVILLE ist eine kleine aber feine Stadt an der Suedkueste Kambodschas. Nach Phnom Phen haben wir den Strand, Sonne und Meer bitter noetig. Nix tun ist genau das, was im Moment das Beste ist, um die Erlebnisse und Ereignisse der letzten 2 Wochen zu verbarbeiten und einzuordnen. Den ersten Tag in Sihanoukville verbrachten wir also am Strand und flaggten nur in der Sonne und tranken einen Cocktail nach dem anderen (Happy Hour ist dort den ganzen Tag – die Cocktails und Shakes werden einem nachgeschmissen). Herrlich. Am zweiten Tag machten wir eine kleine Bootstour hinaus zu Bamboo Island – oh mein Gott, war das schoen. Ein Sandstrand mit Pavillon ganz fuer uns alleine, ein bisschen schnorcheln hier und dort, 28 Grad Wassertemperatur… Gestern verliessen wir Kambodscha entgueltig – ein Land voller Kontraste und Armut, ueber das ich euch sicher noch viel erzaehlen werde, weil es mich auf so viele Arten bereuhrt hat. Ueber die Grenze zu kommen war Gott sei Dank kein Problem und nach einer holprigen Busfahrt durch die Pampa kamen wir endlich in Trat an, von wo aus wir die Faehre nach Koh Chang nahmen. Koh Chang ist die 2. groesste Insel Thailands an der Grenze zu Kambodscha und im Moment ist hier komplette Nebensaison, das heisst der Strand gehoert dir allein. Hab eine super Unterkunft erwischt bei einer voll netten Familie und ich bleib jetzt bis mindestens 9. September hier und erkunde die Insel, anscheinend gibt es noch supertolle Wasserfaelle und Hiking Trails, yeah! Werde euch wieder berichten, ganz viele Gruesse von eurer Jiggs August 31 Phnom Phen Nach einer eher fluessigen letzten Nacht in Siem Reap machten wir uns gestern auf nach Phnom Phen. Aufgrund unserer Magenzustaende und Schlafdefizite war die Fahrt nicht so angenehm wie erwartet...aber daran sind wir wohl selbst Schuld! Dafuer haben wir alle ein Angkor What? T-Shirt abbekommen! Angkor What? ist die Bar in Siem Reap in der wir abgestuerzt sind. Insgesamt 6 Pitcher an Vodka Red Bull, Gin Tonic und irgendeine gefaehrliche Malibu-mit-sonst-irgendwas-Mischung haben wir vernichtet - pro 2 Pitcher bekommt man ein gratis T-Shirt von der Bar mit der Aufschrift: Angkor What? - Promoting irresponsible drinking since 1983. Oh wie wahr. Angekommen in Phnom Phen suchten wir uns gleich ein Guest House und machten uns auf Erkundungsspaziergang. Die Stadt ist voller Kontraste - inmitten von Muellbergen und tausenden von Mopedfahrern sitzen die Kinder teilweise komplett nackt auf dem Boden und spielen mit Huehnern oder was ihnen halt gerade unterkommt. Daneben erstreckt sich ein riesiges Hotel im franzoesischen Stil mit einen Haufen Lexus Autos davor...wirklich schraeg und irgendwie unangenehm. Als Tourist wird man sowieso ueberall wo man hingeht angesproche "Sir, Madam, you need Tuk Tuk? Sir, madam, you want to buy book? You want to buy water?" Es ist wirklich anstrengend und ich ertappe mich selbst dabei, wie unfreundlich ich mit der Zeit werde, weils mir einfach auf den Geist geht. Ich weiss, die Leute hier sind wirklich arm und brauchen jeden Cent, aber ich kann doch nicht von jedem was kaufen. Und wenn ich 2 Wasserflaschen mit mir rumtrage und mich ein Bursche 5x fragt ob ich Wasser kaufen will (obwohl er doch genau sieht, dass ich schon Wasser habe...), das nagt schon an meinen Nerven. Phom Phen an sich hat nicht wirklich viel zu bieten. Am interessantesten war das Genocide Museum, das in einem ehemaligen Gefaengnis untergebracht ist. 1975 uebernahm das Regime "Khmer Rouge" in Kambodscha die Macht und vertrieb die gesamte Bevoelkerung der Staedte aufs Land hinaus. Phnom Phen wurde z.B. innerhalb von 3 Tagen komplett ausgeraeumt. Schon auf der Flucht und auf dem Weg ins Landesinnere starben tausende von Menschen. Systematisch wurden gebildete Menschen und Familien verfolgt und umgebracht. Das Regime wollte ein Kambodscha, das rein auf Landwirtschaft aufgebaut war - ohne Klassen, wo jeder als Bauer fuer die Gemeinschaft arbeitet. Jeder, der auch nur ansatzweise gegen das Regime war, wurde ermordet. Innerhalb von 4 Jahren starb 1/4 der Gesamtbevoelkerung an Hunger oder wurde umgebracht. Es ist wirklich immer wieder erschreckend, wie extrem grausam der Mensch sein kann. Nach dem Genocide Museum fuhren wir zu den "Killing Fields", wo die Ermordungen durchgefuehrt wurden. Einfach nur krass. Wie gesagt, Phnom Phen ist keine besonders schoene Stadt. Man merkt hier, wie die Leute hier immer noch verzweifelt versuchen sich nach dem Fall des Regimes ihr Leben wieder aufzubauen. Die Armut die hier teilweise herrscht ist erschreckend. Wir werden schon morgen die Hauptstadt Kambodschas verlassen und uns auf den Weg in den Sueden machen, nach Sihanoukville um genau zu sein. Freu mich auf den naechsten Nationalpark, das Meer und die Straende :) Bezueglich der Unruhen, die zur Zeit in Thailand und an den Grenzen zwischen Thailand und Kambodscha herrschen - wir verfolgen das jeden Tag auf CNN und werden sehen wie sich die Lage entwickelt...ein bisschen Zeit ist ja noch, bis wir wieder zurueck nach Thailand wollen...wenn sich die Lage bist dorthin nicht verbessern sollte, muessen wir schauen, wie wir zurueck nach Bangkok kommen. Ich hoffe, dass uns nicht auch noch das einen Strich durch die Rechnung macht...bis jetzt hat schon so einiges nicht so geklappt wie wir es wollten, es soll nie ganz so sein. Kein Laos, kein Vietnam, das mit meinem Auge und jetzt eventuell noch das...Stay positive sag ich nur! BUSSIS VON EURER JIGGS August 27 Angkor WatLiebe Freunde des upgedateten Blogs,
Ich habe es endlich geschafft ein paar Fotos online zu stellen – natuerlich nur ein kleiner Auszug davon, was wir alles gemacht haben, aber immerhin etwas! Im Moment kurven wir gerade durch Kambodscha und erkunden die Tempel von Angkor Wat. Ich kann nicht in Worte fassen, wie immense gross und beeindruckend diese Anlagen sind. Einfach unglaublich. Meinem Auge gehts wieder besser, sollte bald wieder ganz in Ordnung sein. Viele Bussis |
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